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Call für Participation: Mutterschaften erforschen

Gesucht werden Beiträge für das Kolloquium "Mutterschaften erforschen. Politisch. Intersektional. Widerständig.", die das Thema sichtbarer machen sollen. Die Einreichungsfrist ist der 13. März 2026.

Kaum ein gesellschaftliches Feld ist so stark normiert und zugleich so politisch aufgeladen wie Mutterschaft. Das Narrativ lautet: Wer es nicht schafft, den überfordernden und teils widersprüchlichen Anforderungen an Mutterschaft gerecht zu werden, ist selbst schuld.

Aber es tut sich etwas: Wissenschaftler*innen aus unterschiedlichsten Disziplinen arbeiten daran, Mutterschaft über den engen Horizont einer "feminisierten Sorgepraxis" hinaus zu beschreiben, zu analysieren und neu zu konzeptualisieren. Zunehmend wird Mutterschaft als proaktive feministische und politische Seinsweise verstanden – als Praxis, die gesellschaftliche Ordnungen, Machtverhältnisse und Ungleichheiten nicht nur reproduzieren, sondern auch infrage stellen und transformieren kann. 

Das Netzwerk Mutterschaft und Wissenschaft in Kooperation mit dem icp und FEM POWER Vision möchte mit dem interdisziplinären Kolloquium "Mutterschaften erforschen. Politisch. Intersektional. Widerständig." diese Entwicklungen aufgreifen. Ziel ist es, Mutterschaft als politisches, intersektionales und queer-feministisches Thema sichtbar zu machen, bestehende theoretische wie empirische Ansätze zusammenzuführen und einen offenen Raum für Austausch und Weiterentwicklung zu schaffen. 

Willkommen sind Beiträge von Early-Career-Forschenden und bereits etablierte Wissenschaftler*innen aus unterschiedlichen Disziplinen und Interessierte: 

  • Mutterschaft als politisches, intersektionales und queer-feministisches Thema 
  • Prekarität, Care, soziale Ungleichheit und Mutterschaft 
  • Nicht-normative, queere und marginalisierte Mutterschaften 
  • Theoretische, empirische und methodologische Zugänge zur Mutterschaftsforschung 

Ziel des Kolloquiums ist die Vernetzung von Forschenden, die Sichtung des Forschungsfeldes im deutschsprachigen Raum sowie die Erarbeitung einer gemeinsamen Publikation und der Anschub von weiteren Forschungsvorhaben. 

Bis zum 13. März 2026 können Abstracts per E-Mail an mail@mutterschaft-wissenschaft.de eingesendet werden.

Das IFiF-Projekt Moms@Science kooperiert für die Projektumsetzung mit dem bundesweiten Netzwerk Mutterschaft und Wissenschaft.