IFiF-Impulse: Vorträge im Sommersemester 2024

In der Online-Vortragsreihe IFiF-Impulse beleuchten Wissenschaftlerinnen aus unterschiedlichen Disziplinen die Sichtbarkeit von innovativen Frauen.

Einladung zur Online-Vortragsreihe IFiF-Impulse

Wie ist es möglich, dass Frauen sich doppelt anstrengen müssen, um die gleiche Sichtbarkeit zu erreichen wie Männer? Warum werden Publikationen von Frauen seltener zitiert als die von Männern? In der Online-Vortragsreihe IFiF-Impulse stellen Forschungsprojekte aus der BMBF-Förderrichtlinie "Innovative Frauen im Fokus" ihre spannenden Ergebnisse zu diesen und ähnlichen Fragen vor. Und sie zeigen Lösungswege auf, wie Wissenschaftseinrichtungen und Unternehmen innovative Frauen sichtbarer machen können.

Die Vorträge finden jeweils von 18.00 Uhr (s.t.) bis 19.30 Uhr via WebEx statt. Die Teilnahme ist für alle interessierten Personen offen und kostenfrei.

Bitte melden Sie sich über dieses Formular für die Vorträge an.

Montag, 22. April 2024, 18 Uhr (s.t.)

Prof. Dr. Gabriele Fischer & Stefanie Urchs, Hochschule München, IFiF-Projekt Prof:In Sicht

Visibility Gap - Warum sich Wissenschaftlerinnen doppelt anstrengen müssen, um sichtbar zu sein

Sichtbarkeit ist in der Wissenschaft zu einem wertvollen Gut geworden. Es zeigen sich jedoch deutliche Unterschiede in Bezug auf das Geschlecht: gleiche Sichtbarkeitsanstrengungen führen nicht zwangsläufig zu gleicher Sichtbarkeit.

Das wirft Fragen auf: Wie findet die Herstellung von Sichtbarkeit statt? Mit welchen Hürden sind Frauen dabei konfrontiert? Welche Handlungsmöglichkeiten zeigen sich?

Das interdisziplinäre Projekt Prof:In Sicht beleuchtet die Mechanismen, die dem Sichtbarkeitshandeln zugrunde liegen. Mit qualitativen und quantitativen Forschungsansätzen wird untersucht, wie Wissenschaftler*innen Sichtbarkeit herstellen. Mit informatischen Methoden wird analysiert, wie auffindbar Wissenschaftler*innen im Netz sind.

Die Ergebnisse zeigen eine hohe Komplexität von Sichtbarkeitshandeln in hierarchischen Geschlechterverhältnissen. Dennoch lassen sich Ansätze ableiten, wie Wissenschaftlerinnen mit dem Sichtbarkeitsimperativ umgehen können.

Donnerstag, 23. Mai 2024, 18 Uhr (s.t.)

Prof. Dr. Ingo Rohlfing, Universität Passau, IFiF-Projekt Gender Citation Gap

Gibt es einen Gender Citation Gap in der Politikwissenschaft und wenn ja, was sind die Ursachen?

Zitationen von Zeitschriftenartikeln sind in vielen wissenschaftlichen Disziplinen von großer Bedeutung. Eine höhere Anzahl von Zitationen wird oft gleichgesetzt mit mehr Aufmerksamkeit für eine Veröffentlichung, mehr „impact" und höherer Qualität. Somit können sie wichtig für die wissenschaftliche Karriere und öffentliche Wahrnehmung einer Person sein. In verschiedenen Disziplinen wurde festgestellt, dass die Publikationen von Männern häufiger zitiert werden als die Publikationen von Frauen, was als „gender citation gap" bezeichnet wird. In diesem Vortrag stellt das Forschungsprojekt „Gender Citation Gap“ Erkenntnisse über die Größe dieses Gaps in der Politikwissenschaft vor. Die Ergebnisse basieren auf Publikationsdaten aus mehreren Jahrzehnten und ca. 100 Zeitschriften. Auf Grundlage dieser Ergebnisse und anderer Studien wurde abgeleitet, welche Gründe tatsächlich dafür verantwortlich sein können, wieso Frauen weniger zitiert werden als Männer.

Dienstag, 11. Juni 2024, 18 Uhr (s.t.)

Dr. Aliena Guggenberger & Julia Neller, Hochschule Mainz, IFiF-Projekt UN/SEEN

Visual Storytelling von Forschungsergebnissen am Beispiel des Projekts UN/SEEN

Das Forschungsprojekt „UN/SEEN. Innovative Frauen im Grafik-Design 1865–1919 & heute“ (Designlabor Gutenberg/Hochschule Mainz) hat sich zum Ziel gesetzt, die bisher unsichtbar gebliebenen gestalterischen Leistungen von Frauen im Grafik-Design sichtbar zu machen. Dabei stehen zum einen die Anfänge der Professionalisierung vor dem Bauhaus, zum anderen die heutige Situation von Frauen im Gestaltungsbereich im Fokus.

Der Vortrag befasst sich mit Fragen des Transfers und der Kommunikation von Forschungsergebnissen – insbesondere auch der visuellen Darstellung: Wie werden Forschungsergebnisse, die sowohl die Wissenschaft als auch die Gestaltung betreffen, idealerweise an eine möglichst breite Zielgruppe kommuniziert? Wie kann man während des Forschungsprozesses eine diverse Community aufbauen und deren Interessen verstehen lernen?

Der Vortrag bietet ausgehend vom Instagram-Kanal unseen.women.design einen Blick hinter die Kulissen und in die Kommunikationsstrategie des „visual storytellings“. Dabei wird insbesondere auf die Verzahnung von Wort und Bild eingegangen.

Dienstag, 2. Juli 2024, 18 Uhr (s.t.)

Laura Korock (Europa-Universität Flensburg) & Vivien Duntze (Hochschule Flensburg), IFiF-Projekt WINnovation

Innovative Frauen und ihre Vorbildfunktion

Das IFiF-Projekt WINnovation macht mit verschiedenen Formaten – z. B. einem Mentoringprogramm und Talks – innovative Frauen als Vorbilder sichtbar. Es bringt diese in den Austausch mit Schülerinnen, Studentinnen und berufstätigen Frauen, die inspiriert und auf ihrem Karriereweg begleitet werden. Begleitforschend untersucht das Projekt die Vorbildfunktion innovativer Frauen.

Mittels quantitativer Befragungen sowie qualitativer Interviews werden Vorbilder klassifiziert, deren Zusammenhang mit dem innovativen Selbstverständnis von Frauen analysiert und die Wirkung des Mentoring-Programms „WINmentoring und Coaching“ evaluiert. Außerdem wird die berufliche Kommunikation innovativer Frauen via Social Media und die Frage, wie dadurch eine Vorbildfunktion erfüllt werden kann, untersucht.

Der Vortrag lädt dazu ein, tiefer in diese Thematik einzutauchen und die bedeutende Rolle weiblicher Vorbilder zu erkunden.

Zur Anmeldung

Die Vortragsreihe IFiF-Impulse wird vom Metavorhaben „Innovative Frauen im Fokus“ (meta-IFiF) im Rahmen der gleichnamigen Förderrichtlinie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung koordiniert. Die 24 Projekte der Förderrichtlinie zielen darauf ab, die Sichtbarkeit von Frauen in Wissenschaft, Forschung und Innovation zu erhöhen.

Aufzeichnungen der vergangenen Vorträge finden Sie hier.