Das Professorinnenprogramm wirkt!
Das Programm von Bund und Ländern trägt dazu bei, den Frauenanteil an Professuren in Richtung Parität zu steigern und hat mit 1000 geförderten Stellen einen Meilenstein erreicht.
Obwohl Frauen in Deutschland mittlerweile häufiger ein Studium abschließen als Männer, sind sie seltener in hohen wissenschaftlichen Positionen, wie Professuren, vertreten. Im Jahr 2024 sind circa ein Drittel aller Professuren von Frauen besetzt. Vor 20 Jahren waren es sogar nur 14 Prozent. meta-IFiF zeigt im Infopool aktuelle Zahlen zu Frauenanteilen an Professuren nach Jahren und Fächergruppen sowie weitere Daten und Fakten zu Frauen in der Wissenschaft.
Das Professorinnenprogramm von Bund und Ländern hat seit Programmstart im Jahr 2008 maßgeblich zu diesem Anstieg beim Frauenanteil beigetragen und verzeichnet nun die 1000. geförderte Professur. Das Programm beinhaltet unter anderem die Förderung von
- Mentoring- und Coachingprogrammen für Nachwuchswissenschaftlerinnen,
- innovativen Beschäftigungsmodellen, zum Beispiel Tandem-Professuren,
- besseren Kinderbetreuungsangeboten,
- Networking-Events.
Das aktuelle Professorinnenprogramm 2030 baut auf den vorangegangen drei Programmphasen auf und läuft von 2023 bis 2030. Dafür stellen Bund und Länder insgesamt 320 Millionen Euro zur Verfügung. Gefördert werden bis zu drei Anschubfinanzierungen für Professuren je Hochschule mit bis zu 165.000 Euro pro Jahr. Damit setzt das Programm positive Anreize für Hochschulen, das Thema Gleichstellung anzugehen.