Es gibt zahlreiche strukturelle Barrieren, die die Sichtbarkeit von Frauen in der Wissenschaft beeinträchtigen können. Welche Rolle psychologische Faktoren bei dem Zusammenhang zwischen Sichtbarkeit und Geschlecht spielen, ist bislang wenig untersucht. Welche Bedeutung haben etwa Vertrauen, Ängste oder Persönlichkeitsmerkmale? Genau hier setzt das Projekt PSY:SICHT an.
Im ersten Teil des Vortrags geben die Referentinnen Antonia Böttcher, Britta Kelch und Farina Koßmann einen kurzen Literatur-Überblick zu der Frage, welche psychologischen Faktoren berufliche Sichtbarkeit beeinflussen. Im zweiten Teil des Vortrags werden erste Einblicke in die Ergebnisse der Fokusgruppeninterviews mit Wissenschaftlerinnen aller Statusgruppen präsentiert. Im Mittelpunkt steht dabei die Perspektive der Wissenschaftlerinnen selbst: Welche sichtbarkeitsfördernden oder sichtbarkeitshemmenden Emotionen oder Kognitionen erleben sie bei sich selbst? Und inwiefern können psychologische Faktoren als Ressourcen und Gelingensbedingungen für Sichtbarkeit wirken?
Antonia Böttcher, Britta Kelch und Farina Koßmann sind wissenschaftliche Referentinnen im IFiF-Projekt PSY:SICHT, welches an der Hochschule Hamm-Lippstadt angesiedelt ist.
Der Vortrag ist Teil der Online-Vortragsreihe IFiF-Impulse, in der Wissenschaftler*innen aus unterschiedlichen Disziplinen die Sichtbarkeit innovativer Frauen beleuchten.