IFiF-Impulse-Vortragsreihe startet ins Sommersemester 2026
BiPoC FrauenWie steht es um strukturelle Ungleichheiten und institutionelle Ausschlüsse von BiPoC+ FLINTA* in der Lehre der Kunsthochschulen? Anujah Fernando & Ülkü Süngün präsentieren erste Forschungsergebnisse.
Am Dienstag, 21. April 2026, 12 Uhr eröffnen Ülkü Süngün, Staatliche Hochschule für Gestaltung Karlsruhe, und Anujah Fernando, Universität der Künste Berlin, die Vortragsreihe IFiF-Impulse im Sommersemester 2026 und geben in ihrem Online-Vortrag Einblicke in erste Ergebnisse aus dem IFiF-Projekt BiPoC Frauen.
In dem Vortrag "Critical Faculties: BiPoC+ FLINTA* an Kunsthochschulen. Künstlerische und wissenschaftliche Forschung im Dialog" geht es um das zentrale Spannungsverhältnis, das gegenwärtige Debatten um Diversität und Gleichstellung prägt: der Ambivalenz von Sichtbarkeit. Im akademischen Feld der Kunsthochschulen wird Sichtbarkeit nicht ausschließlich als emanzipatorische Ressource verstanden, sondern auch in ihren Risiken der Hypervisibilisierung und hinsichtlich von Sicherheitsaspekten reflektiert – insbesondere in Bezug auf BiPoC+ FLINTA* in der Lehre.
"BiPoC Frauen - Critical Faculties. BiPoC+ FLINTA* an Kunstakademien" untersucht entlang der intersektionalen Verschränkung von Frauen*-Förderung und der Förderung von von Rassismus betroffenen Professor*innen strukturelle Ungleichheiten und institutionelle Ausschlüsse sowie bestehende Strategien des Umgangs damit. Wissenschaftliche und künstlerische Forschungsmethoden treten dabei in einen dialogischen Austausch, um Mechanismen sichtbar und verhandelbar zu machen, die an der Schnittstelle von vergeschlechtlichter und rassismusgeprägter Ungleichheit wirken.
Der Vortrag ist Teil der Online-Vortragsreihe IFiF-Impulse, in der Wissenschaftler*innen aus unterschiedlichen Disziplinen die Sichtbarkeit innovativer Frauen beleuchten.