Podcast-Folge beleuchtet Wahrnehmung von Sichtbarkeit
PSY:SICHTEine Podcast-Folge mit dem Projekt PSY:SICHT zeigt: Wissenschaftlerinnen erleben Sichtbarkeit häufig als Risiko. Die Gründe liegen in strukturellen Rahmenbedingungen.
In einer neuen Folge des Podcasts "Kopfhörer" der Fachhochschule Münster spricht Prof. Dr. Laura Große über Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt "Psychologische Aspekte von Sichtbarkeit in der Wissenschaft" (PSY:SICHT).
Im Fokus steht die Frage, wie Wissenschaftlerinnen öffentliche Sichtbarkeit wahrnehmen. Zentrale Erkenntnis: Viele bewerten mediale Präsenz nicht primär als Chance für ihre Karriere, sondern verbinden sie mit Unsicherheiten und potenziellen Risiken.
Die Ergebnisse verweisen auf strukturelle Zusammenhänge im Wissenschaftssystem. So zeigen Studien unter anderem, dass Wissenschaftlerinnen seltener zitiert werden und weniger wissenschaftliche Auszeichnungen erhalten. Gleichzeitig berichten sie häufiger von negativen Reaktionen im Kontext öffentlicher Sichtbarkeit.
Die Folge "Frauen in der Wissenschaft: Sichtbarkeit ist keine Selbstverständlichkeit" macht deutlich, dass die Frage nach Sichtbarkeit im Wissenschaftssystem eng mit strukturellen Bedingungen verknüpft ist und liefert aktuelle Einblicke in die Forschung zu diesem Themenfeld.