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Sichtbarkeit als Strukturfrage

Unser Tagungsband "Innovativ – Exzellent – Sichtbar: Frauen in Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft" wurde im Blog interdisziplinäre geschlechterforschung rezensiert.

Eine inspirierende Toolbox, die entscheidende Fragen zur geschlechtergerechten Sichtbarkeit von ‘innovativen Frauen‘ pointiert stellt.
www.gender-blog.de

Wir freuen uns sehr über die ausführliche Rezension unseres Tagungsbands. Besonders hervorgehoben wird, dass Sichtbarkeit keine individuelle Aufgabe einzelner Frauen ist, sondern eine Strukturfrage. Genau daran knüpfen die Beiträge des Bandes an: mit Forschungsergebnissen, Praxisbeispielen und Handlungsempfehlungen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gleichstellungspraxis. 

Die Rezension greift zentrale Themen des Bandes auf, darunter die Befunde aus quantitativen und qualitativen Studien, die die strukturellen Mechanismen von Sichtbarkeit darlegen, die Bedeutung der Sichtbarmachung von Frauen als Expertinnen und die Bedeutung von Netzwerken und solidarischem Empowerment sowie den notwendigen Ausbau von Schutzstrukturen gegen digitale Gewalt. Ein zentraler Punkt, den die Autoinnen in ihrer Rezension aufgreifen, ist die Frage der Verstetigung erfolgreicher Maßnahmen. Sie betonen:

Wer die strukturellen Bedingungen von Sichtbarkeit verändern will, muss institutionelle Routinen, Ressourcenverteilungen und Machtverhältnisse verschieben, indem aus Projekten Institutionen werden.
www.gender-blog.de

Damit greifen sie eine Herausforderung auf, die viele der im Band vorgestellten Projekte betrifft:
innovative, oft in Projekten erarbeitete Maßnahmen stehen vor der Schwierigkeit, langfristig institutionell verankert zu werden. 

Vielen Dank an Eva Wegrzyn und Paula Adjuoa Nyarko für die intensive Auseinandersetzung mit dem Band und die wichtigen Impulse zur weiteren Diskussion über Sichtbarkeit und Chancengerechtigkeit.