Siggener Impulse zur Wissenschaftskommunikation
In seinem aktuellen Impuls “Was Wissenschaftskommunikation Verunsicherung und Bedrohung entgegensetzen kann“ entwirft der Siggener Kreis Zukunftszenarien und Handlungsoptionen.
Wie gut ist die Wissenschaftskommunikation auf künftige, dystopische Herausforderungen vorbereitet? Was kann sie möglichen Angriffen auf die Wissenschaftsfreiheit entgegensetzen? Mit diesen Fragen hat sich der Siggener Kreis im Rahmen seiner Tagung im Oktober 2025 auseinandergesetzt. Das Ergebnis ist ein Impulspaper, in dem vier mögliche Szenarien für das Jahr 2030 durchgespielt werden:
- Szenario 1: Geopolitische Verwerfungen führen zu kriegerischen Konflikten und involvieren die NATO.
- Szenario 2: Auf Bundes- und Landesebene sind rechtsextremistische Parteien (mit) an der Regierung.
- Szenario 3: Plattformen dominieren das Informationsökosystem.
- Szenario 4: Werteorientierung und Solidarität in der Wissenschaft stärken deren Autonomie.
In den Szenarien werden verschiedene Ausprägungen der Treiber betrachtet und analysiert. Der Fokus liegt dabei auf möglichen Entwicklungen, die die Wissenschaft und die Wissenschaftsfreiheit in verschiedener Art und Weise bedrohen könnten.
Darauf aufbauend leitet der Siggener Kreis Handlungsoptionen für das Hier und Jetzt ab. Den Abschluss bilden konkrete “Ideen für den Alltag“ für Kolleginnen und Kollegen in der Wissenschaftskommunikation – darunter: “Holt Euch Rat“, “Kennt Eure Regeln“, “Übt den Umgang mit Krisen“ und “Widersteht der Versuchung, vorauseilend gehorsam zu sein.“
Der Siggener Kreis versteht sich als überinstitutioneller Arbeitskreis. Mitglieder sind Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschafts-PR, Wissenschaft und Wissenschaftsjournalismus.
Der Siggener Impuls “Widerstandsfähigkeit stärken: Was Wissenschaftskommunikation Verunsicherung und Bedrohung entgegensetzen kann” ist online abrufbar.