"What we see, we remember; who we remember, we value", so formulierte es Prof. Dr. Christopher Baum, Vorsitzender des Direktoriums des Berlin Institute of Health und Vorstand des Translationsforschungsbereichs der Charité bei der Eröffnungsveranstaltung und brachte damit das Ziel der Ausstellung "Versäumte Bilder an der Charité" auf den Punkt.
Denn auch an der Charité Berlin erhielten Frauen lange nicht die gleiche Anerkennung wie ihre männlichen Kollegen. Diese visuelle Unterrepräsentanz vermittelt den Eindruck, dass Frauen nicht zum Erfolg der Universitätsmedizin beigetragen hätten, und sendet künftigen Studierenden das Signal, dass Frauen in Medizin und Forschung weniger ausschlaggebend sein könnten.
Hier setzt das Projekt "Versäumte Bilder" an: Acht Frauen aus der Geschichte der Universitätsmedizin Berlin wurden exemplarisch ausgewählt, um ihnen als Ärztinnen und Wissenschaftlerinnen visuelle Anerkennung zu verleihen, ihre Geschichten zu erzählen und ihnen eine späte, verdiente Ehrung zukommen zu lassen.
Initiatorin des Projekts ist die Wissenschaftskommunikatorin Gesine Born. Mit ihrem Bilderinstitut schafft sie gemeinsam mit wissenschaftlichen Institutionen eine Bühne für Forscherinnen, deren Leistungen zu Lebzeiten übersehen wurden.
Die Ausstellung wird an verschiedenen Orten der Charité gezeigt, bevor die einzelnen Porträts in unterschiedliche Fachbereiche wandern.
Zu sehen ist "Versäumte Bilder an der Charité" noch bis zum 27. März 2026 im Rahel Hirsch Center for Translational Medicine, Luisenstr. 65, 10117 Berlin (Montag bis Freitag, 8:00–17:00 Uhr).
Durch eine Kooperation mit WomenEdit konnten außerdem für alle acht Frauen Wikipedia-Artikel erstellt werden.