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Eine von vier Forschenden ist weiblich

meta-IFiF stellt im neuen Bereich „Frauen in Forschung und Entwicklung“ relevante Daten & Fakten zusammen. Es zeigt sich: Die Beteiligung von Frauen in Forschung und Entwicklung nimmt langsam zu.

Eine von vier Forschenden ist weiblich

Im Jahr 2021 wurden in Deutschland in öffentlichen und öffentlich geförderten Einrichtungen, an Hochschulen und in der Wirtschaft insgesamt 112,6 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung (FuE) ausgegeben. Die Ausgaben erreichten damit im Vergleich zu den Vorjahren einen neuen Höchststand.1 Um aktuellen und zukünftigen gesellschaftlichen Herausforderungen zu begegnen und Deutschland als Innovationsstandort zu stärken, sind vor allem Innovationen im Bereich nachhaltiger Energieversorgung und Mobilität, aber auch in der Medizin gefragt.2
Damit dabei die Potenziale aller Gesellschaftsmitglieder genutzt werden können, muss eine gleichberechtigte Teilhabe von Männern und Frauen in Forschung und Entwicklung angestrebt werden. Heute sind Frauen in Forschung und Entwicklung in Deutschland noch unterrepräsentiert und ihre Leistungen werden oft weniger gewürdigt als die ihrer männlichen Kollegen.


meta-IFiF stellt Zahlen zu Frauen in Forschung und Entwicklung zusammen und macht sichtbar, in welchen Bereichen Fortschritte erzielt wurden und wo noch Handlungsbedarf besteht.  
 

So zeigt sich, dass im Jahr 2021 insgesamt 27,9 Prozent der FuE-Beschäftigten weiblich waren. Der Frauenanteil am technischen und sonstigen Personal fiel dabei mit 34,0 Prozent deutlich höher aus als der Frauenanteil am wissenschaftlichen Personal (Forschenden) mit 24,1 Prozent.
Deutliche Unterschiede hinsichtlich der Geschlechterverteilung zeigen sich auch in den einzelnen FuE-Sektoren Hochschule, Wirtschaft und Staat. In der Wirtschaft, in der insgesamt mehr als die Hälfte des FuE-Personals beschäftigt ist, sind nur 15,3 Prozent der Forschenden weiblich. Dagegen liegt der Frauenanteil in den Sektoren Hochschule mit 38,3 Prozent und Staat mit 35,5 Prozent jeweils deutlich darüber und weist seit dem Jahr 2001 eine kontinuierliche positive Entwicklung auf.
 

Der Daten & Fakten-Bereich stellt die Entwicklung des Frauenanteils im Zeitverlauf und für die verschiedenen Sektoren und Personalgruppen im Bereich Forschung und Entwicklung dar. Daneben werden Zahlen zu Forscherinnen in den Sektoren Wirtschaft, Hochschule und Staat sowie zu Anträgen und Bewilligungen von Forschungsfinanzierungen in Deutschland präsentiert.


Neben den neuen Zahlen zu Frauen in Forschung und Entwicklung finden sich im Infopool auf der meta-IFiF-Website bereits Daten & Fakten zu Frauen in der Wissenschaft und zum Gender Award Gap.



www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/03

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