Online-Vortrag: Doing (In-)visibility in Schlüsseltechnologien
WomenInQuantumTechDie Referent*innen des Projekts WomenInQuantumTech geben Einblicke in fachkulturelle Anerkennungsprozesse in den Quantentechnologien und stellen in diesem Online-Vortrag erste Projektergebnisse vor.
Am Dienstag, den 23. Juni 2026, um 12 Uhr stellen Prof. Dr. Martina Erlemann, Andrea Bossmann und Tamar Grosz erste Ergebnisse aus dem Projekt vor. WomenInQuantumTech untersucht Mechanismen für eine verbesserte Sichtbarkeit und Teilhabe von Frauen in den Quantentechnologien.
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Eine gleichwertige Teilhabe hochqualifizierter Frauen in Schlüsseltechnologien ist bislang nicht erreicht. Die Forschenden in vielen dieser Zukunftsfelder kommen überwiegend aus MINT-Disziplinen, in denen Frauen weiterhin deutlich unterrepräsentiert sind – etwa aus Physik, Informatik und bestimmten Ingenieurwissenschaften. Das gilt auch für die Quantentechnologien, die derzeit als eine der zentralen Schlüsseltechnologien gelten.
Zudem sind die wenigen Frauen in diesen Feldern häufig weniger sichtbar als ihre männlichen Kollegen. Diese mangelnde Sichtbarkeit betrifft in erster Linie zwei wesentliche Punkte:
- die innerfachliche Sichtbarkeit und Anerkennung in den wissenschaftlichen Fachcommunities
- die außerfachliche Sichtbarkeit in Öffentlichkeit, Wirtschaft, Politik und Medien.
Innerfachliche Sichtbarkeit zeigt sich etwa in Praktiken der Anerkennung und Wertschätzung, in Preisvergaben, Ehrungen, Einladungen zu Vorträgen oder der Übernahme von Leitungspositionen. Sie bildet zugleich eine wichtige Grundlage für außerfachliche Sichtbarkeit.
Die Fachkulturforschung und die Geschlechterforschung in MINT zeigt, dass in wissenschaftlichen Communities implizite Ein- und Ausschlussprozesse wirken. Diese zeigen sich auch in Praktiken des (Un-)Sichtbarmachens und (Un-)Sichtbarhaltens von Frauen. Wenn es darum geht, exzellente Wissenschaftlerinnen in Schlüsseltechnologien wie den Quantentechnologien angemessen sichtbar zu machen, reicht es daher nicht aus, allein auf individuelle Strategien von Wissenschaftlerinnen zu setzen. Entscheidend sind vielmehr Veränderungen in den Strukturen und Kulturen der Forschung selbst.