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Von 52 auf 30 Prozent: Wo Frauen die Wissenschaft verlassen

Im Jahr 2024 war mehr als die Hälfte der Studierenden, aber nur rund ein Drittel der Professor*innen weiblich. meta-IFiF zeigt aktuelle Zahlen zu Frauen in der Wissenschaft.

Grafik Frauen in der Wissenschaft. Leaky Pipeline "Akademische Qualifikationsstufen nach Geschlecht im Jahr 2024. Zahlen und Grafiken im meta-IFiF Infopool unter Daten und Fakten.

Am 11. Februar ist der Internationale Tag der Mädchen und Frauen in der Wissenschaft. Ein Blick auf die Repräsentation von Frauen im deutschen Wissenschaftssystem zeigt, warum Aktionstage wie dieser weiterhin notwendig sind. 

Frauenanteil in der Wissenschaft im Jahr 2024 auf einen Blick: 

  • Studierende im 1. Hochschulsemester: 52,1 % (2023: 52,4 %) 

  • Abschlüsse (ohne Promotionen): 53,5 % (2023: 53,2 %) 

    • Geisteswissenschaften: 75,3 % (2023: 75,2 %)

    • Ingenieurwissenschaften: 26,9 % (2023: 26,4 %) 

  • Promotionen: 46,2 % (2023: 46,3 %) 

  • Habilitationen: 36,3 % (2023: 36,9 %) 

  • Professuren: 29,7 % (2023: 28,8 %) 

  • Wissenschaftliche u. künstlerische Mitarbeitende an Hochschulen: 45,9 % (2023: 45,5 %) 

  • Wissenschaftliches Personal an den außerhochschulischen Forschungseinrichtungen: 33,4 % (2023: 32,9 %) 

  • Hochschulräte: 40,7 % (2023: 40,2 %) 

Im meta-IFiF-Infopool finden Sie aktuelle Daten und Fakten zu Frauen an Hochschulen sowie in außerhochschulischen Forschungseinrichtungen in Deutschland. Quelle der Darstellung sind Zahlen des Statistischen Bundesamtes und von der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK). 

Je höher die Stufe der akademischen Karriere, desto geringer fällt der Frauenanteil aus (vgl. Leaky Pipeline in der Wissenschaft). Während Frauen unter Studierenden und bei Abschlüssen leicht in der Mehrheit sind, sinkt der Frauenanteil bei Promotionen auf 46,2 Prozent und bei den Habilitationen nochmal um fast zehn Prozent. 

Trotzdem sind positive Entwicklungen zu erkennen. Auch wenn der Frauenanteil bei den Professuren im Vergleich zu vorherigen Karrierestufen mit 29,7 Prozent deutlich geringer ausfällt, ist er stetig gestiegen und hat sich in den letzten 20 Jahren mehr als verdoppelt. An Fachhochschulen ist der Frauenanteil etwas niedriger als an Universitäten (28,1 Prozent gegenüber 30,2 Prozent).  

Darüber hinaus lassen sich große Unterschiede zwischen den Fächergruppen erkennen. Beispielsweise bilden Frauen unter Studierenden der Humanmedizin & Gesundheitswissenschaften die große Mehrheit (70,7 Prozent). In den Ingenieurwissenschaften ist der Frauenanteil unter Studierenden dagegen deutlich niedriger (25,8 Prozent). Auch bei den Professuren gibt es starke Unterschiede zwischen den Fächergruppen: In den Geisteswissenschaften liegt der Frauenanteil über 40 Prozent (43,7 Prozent), in den Ingenieurwissenschaften erreicht er nicht einmal die 20-Prozent-Marke (16,6 Prozent). 

Alle aktualisierten Zahlen zum Frauenanteil bei Promotionen, Habilitationen, Professuren, Personal an Hochschulen und außerhochschulischen Forschungseinrichtungen, Hochschulräten und die Darstellung der Leaky Pipeline in der Wissenschaft (insgesamt und nach Fächergruppen) finden Sie hier:

Datenquelle: Statistisches Bundesamt, Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK)