Mehr Sichtbarkeit: So gelingt’s
Die meta-IFiF-Handreichung zeigt anhand konkreter Praxisbeispiele, wie Hochschulen, Unternehmen und weitere Organisationen Frauen nachhaltig sichtbarer machen können.
Mit der Handreichung „Innovative Frauen sichtbar machen – Handreichung für Kommunikation & Gleichstellung in Hochschulen, Unternehmen und Organisationen“ veröffentlicht das Metavorhaben meta-IFiF einen praxisnahen Leitfaden. Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie die Sichtbarkeit und Repräsentanz von Frauen in Wissenschaft, Forschung und Innovation nachhaltig gestärkt werden können. Die Publikation bündelt Erkenntnisse aus den 36 Projekten der BMFTR-Förderrichtlinie „Innovative Frauen im Fokus“ sowie aus weiteren Initiativen und Organisationen. Forschungsergebnisse werden dabei mit konkreten Empfehlungen und Praxisbeispielen verbunden.
Download der Handreichung (Open Access):
Download der Handreichung (Open Access):
Die Publikation fokussiert zunächst die Ausgangssituation: Frauen sind trotz hoher Qualifikation weiterhin seltener in Führungspositionen vertreten, erhalten weniger öffentliche Aufmerksamkeit und bleiben bei Auszeichnungen, Medienpräsenz und der Anerkennung von Leistungen unterrepräsentiert. Als Ursachen werden unter anderem Geschlechterstereotype, ungleiche Sorgearbeit sowie Vorurteile bei der Bewertung von Kompetenz und Leistung benannt.
Die Handlungsempfehlungen konzentrieren sich auf vier zentrale Themenfelder:
- Sichtbarkeit strukturell verankern: Damit Maßnahmen wirksam sind, müssen Gleichstellung und Sichtbarkeit als strategische Ziele in der Organisation verankert werden. Dazu gehören faire Auswahlverfahren, geschlechtersensible Kommunikation und geeignete Rahmenbedingungen.
- Sichtbarkeit langfristig erhöhen: Statt einzelner Aktionen empfiehlt die Handreichung kontinuierliche und strategisch geplante Maßnahmen. Expertinnen sollten systematisch erfasst, leichter auffindbar gemacht und dauerhaft in der Kommunikation berücksichtigt werden.
- Role Models sichtbar machen: Vorbilder können stereotype Berufsbilder aufbrechen und neue Karrierewege aufzeigen. Dabei sollten Frauen nicht als Ausnahmeerscheinungen dargestellt werden, sondern ihre fachliche Expertise und Kompetenz im Mittelpunkt stehen.
- Frauen für Sichtbarkeit empowern: Mentoring, Trainings, Netzwerke und Beratungsangebote können Frauen dabei unterstützen, ihre Sichtbarkeit selbstbestimmt zu gestalten und mit möglichen Risiken öffentlicher Präsenz umzugehen.
Roadmap für mehr Sichtbarkeit
Abschließend enthält die Handreichung eine Roadmap für die praktische Umsetzung. Sie macht deutlich, dass mehr Sichtbarkeit nicht durch einzelne Maßnahmen entsteht, sondern Teil eines langfristigen organisationalen Kulturwandels sein muss. Ziel ist es, Chancengleichheit zu fördern und das Innovationspotenzial von Frauen in Wissenschaft und Wirtschaft besser zu nutzen.
Download: meta_ifif_roadmap.png , Png, 4.47 MB