Am 1. April 2026 hat im Metavorhaben "Innovative Frauen im Fokus" (meta-IFiF) ein neues Kapitel der Sichtbarmachung innovativer Frauen begonnen: Das Teilprojekt "Wanderausstellung: Versäumte Bilder" hat seine Tätigkeit aufgenommen. Ziel ist es, Forscherinnen und Entdeckerinnen, deren Leistungen in der Vergangenheit übersehen oder anderen zugeschrieben wurden, in den Mittelpunkt zu rücken. Erstmalig setzt das Metavorhaben meta-IFiF selbst eine Sichtbarkeitsmaßnahme in die Praxis um.
Die Kommunikationsdesignerin und Wissenschaftsfotografin Gesine Born hat mit ihrem Projekt "Versäumte Bilder" ein Konzept entwickelt, um dem Fehlen repräsentativer Portraits von Frauen in der Wissenschaftsgeschichte etwas entgegenzusetzen und die Errungenschaften dieser Innovatorinnen vor Augen zu führen. Auf der Basis historischer Quellen und mithilfe künstlicher Intelligenz entstehen Bilder, die auf ein gesellschaftliches Versäumnis hinweisen und eine Form der Anerkennung schaffen, die den Frauen zu Lebzeiten verwehrt blieb.
In den kommenden eineinhalb Jahren wird die Wanderausstellung an voraussichtlich zehn Institutionen bundesweit gezeigt. Mit jeder Station kommt ein neues Portrait hinzu: Jede Einrichtung recherchiert dafür in ihren eigenen Archiven nach einer innovativen Frau, deren Beitrag in Vergessenheit geraten ist oder bislang nicht öffentlich gewürdigt wurde. So wird nicht nur ein neues Bild geschaffen, sondern auch ein Reflexionsprozess über Erinnerungskultur, Repräsentation und strukturelle Barrieren angestoßen. Die Forschungsergebnisse und erprobten Maßnahmen aus den IFiF-Projekten werden einbezogen, um Impulse für die Situation heutiger Leistungsträgerinnen abzuleiten.
Eine Website mit digitaler Galerie folgt – jederzeit zugänglich, voller Geschichten und wissenswerter Hintergründe.