Handlungsempfehlungen für Diskriminierung im Hochschulkontext
Die bukof hat ihre Handlungsempfehlungen für Hochschulleitungen und Wissenschaftler*innen zu diskriminierenden Angriffen im Hochschulkontext aktualisiert.
Antifeministische und diskriminierende Angriffe bzw. (digitale) Gewalt kommen in allen gesellschaftlichen Bereichen vor. Die Angriffe im Hochschulkontext beziehen sich dabei verstärkt auf die Wissenschaftsfreiheit und die Freiheit von Forschung und Lehre. Ganzen Forschungszweigen wird ihre Wissenschaftlichkeit abgesprochen und Antidiskriminierungsstrukturen in der Verwaltung werden in Frage gestellt. Hochschulangehörige werden zunehmend persönlich angegriffen, um ihre wissenschaftliche Position, ihr Forschungsfeld oder ihre Forschungsergebnisse zu delegitimieren.
Um diesen Angriffen entgegenzuwirken hat die Bundeskonferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten an Hochschulen e.V. (bukof) im Jahr 2021 Handlungsempfehlungen für Wissenschaftler*innen und ihr Umfeld veröffentlicht und im Jahr 2023 für die Zielgruppe Hochschulleitungen erweitert. 2026 wurden beide Handlungsempfehlungen aktualisiert.
Empfehlungen für Wissenschaftler*innen sind u. a.:
- Angriffe und die eigene Wahrnehmung ernst nehmen
- Persönliches und / oder dienstliches Netzwerk miteinbeziehen
- Beratungsstellen, wie z. B. den Scicomm-Support, einschalten
- Angriffe schriftlich dokumentieren, ggf. mit Unterstützung
- Anwaltliche oder psychologische Beratung aufsuchen
Empfehlungen für Hochschulleitungen:
- Wahrnehmung der Verantwortung und Fürsorgepflicht
- Erarbeitung von Schutzkonzepten
- Prävention, z. B. Finanzierung von Weiterbildungen für Wissenschaftler*innen im Umgang mit Angriffen oder Durchführung von Debatten bspw. über Wissenschaftsfreiheit vor dem Hintergrund von Angriffen und Diskriminierung
Die bukof ist im meta-IFiF Beirat vertreten.