meta-IFiF

Transfer von Erkenntnissen zur Sichtbarkeit in andere Kontexte

Vom 1. bis 3. Juli 2026 fand der Scoping Workshop "Next Generation Gender Studies: Interdisziplinäre Zukunftsthemen und Forschungsnetzwerke für Early Career Forschende" in Hannover statt.

Teilnehmende des Scoping Workshops "Next Generation Gender Studies" vom 1. bis 3. Juli 2026 in Hannover

Eingeworben und organisiert wurde der Workshop von Dr. Maren A. Jochimsen, Dr. Lara Altenstädter, Prof. Dr. Anke Hinney vom Essener Kolleg für Geschlechterforschung (EKfG) der Universität Duisburg-Essen.  

Der Scoping Workshop zielte darauf ab, gemeinsam mit Forschenden unterschiedlicher Disziplinen und Karrierestufen sowie mit Akteur*innen aus Wissenschaftsmanagement, Hochschulleitung, Wissenschaftskommunikation und Forschungspolitik eine praxisorientierte Handlungsagenda für die Geschlechterforschung zu erarbeiten.

Im Zentrum standen dabei insbesondere institutionelle Schutz- und Stärkungsmechanismen für Early Career Forschende, Strategien zur Sichtbarkeit und Anerkennung des Feldes sowie der Aufbau und die Festigung inter- und transdisziplinärer Netzwerke.  

Die Diskussionen im Rahmen der drei Tage gingen weit über die Frage individueller Karrierewege von Early Career Forschenden der Gender Studies hinaus. Im Mittelpunkt standen Fragen, die das Wissenschaftssystem und unsere Gesellschaft insgesamt betreffen: 

  • Wie kann der Beitrag der Geschlechterforschung zur Stärkung von Demokratie und Grundrechten gesichert, gestärkt und weithin sichtbar gemacht werden? 
  • Welchen kritischen Beitrag kann Geschlechterforschung zu technologischen Entwicklungen und gesellschaftlichen Megatrends leisten? 
  • Warum sollten Fragen von Sicherheitspolitik und Entwicklungen rund um Künstliche Intelligenz geschlechterreflektierte Perspektiven konsequent berücksichtigen? 
  •  Welche Vorstellungen von Exzellenz, wissenschaftlichen Karrieren und Förderung braucht zukunftsfähige Wissenschaft? 
  • Wie stärken wir dialogische Beziehungen und Allianzen – innerhalb der Wissenschaft und mit Politik, Medien und Gesellschaft? 
  • Und wie schaffen wir bessere Bedingungen, um Wissenstransferprozesse – verstanden als Ko-Produktion – zwischen Geschlechterforschenden und gesellschaftlichen Akteur*innen zu ermöglichen? 

Christina Rouvray, Projektleiterin des Metavorhabens "Innovative Frauen im Fokus" (meta-IFiF) brachte Erkenntnisse aus der Förderrichtlinie "Innovative Frauen im Fokus" des BMFTR zum Thema Sichtbarkeit ein, denn die Ergebnisse der Förderrichtlinie sind teilweise gut auf die Fragestellung des Scoping Workshops übertragbar. Beispielsweise ist die Herausarbeitung der Tatsache, dass die Gender Studies in jeden klassischen akademischen Fachbereich neue Forschungsfragen einbringen, die das Fach weiterentwickeln, ein wichtiger Faktor für die Exzellenz von Forschung und Wissenschaft. 

Als zentrales Ergebnis des Scoping Workshops wird ein partizipativ erarbeitetes Positionspapier mit konkreten Empfehlungen für eine "Handlungsagenda Geschlechterforschung" entstehen. Dieses wird nun nach Abschluss des Scoping Workshops von den Organisatorinnen erstellt.  

Gefördert wurde diese Veranstaltung von der VolkswagenStiftung.