Weiterentwicklung von Personalstrukturen in der Wissenschaft
Der Stifterverband initiiert ein neues Projekt zur Weiterentwicklung von Personalstrukturen im deutschen Wissenschaftssystem. Wissenschaftseinrichtungen können sich bis zum 14. August 2026 bewerben.
Das deutsche Wissenschaftssystem steht vor anhaltenden Herausforderungen in der Personalgewinnung: Unübersichtliche Karrierewege und begrenzte Planbarkeit verschärfen den Wettbewerb um Talente; außerakademische Arbeitsmärkte werden zunehmend attraktiver. Doch gute Personalstrukturen sind eine zentrale Voraussetzung für die Leistungs- und Zukunftsfähigkeit des Wissenschaftsstandorts Deutschland, auch im internationalen Wettbewerb. Der Wissenschaftsrat hat im vergangenen Jahr in einem Positionspapier bereits klare Empfehlungen für eine zukunftsgerichtete Personalpolitik gesetzt.
Hier setzt das neue Projekt "Peer-to-Peer – Personalstrukturen und -entwicklung in der Wissenschaft", gefördert vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR), an: Der Stifterverband sucht ab sofort Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sowie einzelne Fachbereiche, die ihre Personalstrukturen strategisch weiterentwickeln und den damit verbundenen Veränderungsprozess aktiv gestalten möchten. Sie können sich bis zum 14. August 2026 für die erste Kohorte einer strukturierten Peer-to-Peer-Begleitung bewerben.
Die teilnehmenden Einrichtungen arbeiten für einen Zeitraum von ungefähr zwölf Monaten gemeinsam an ihren jeweiligen Vorhaben, tauschen sich auf Augenhöhe aus und entwickeln tragfähige Konzepte. Im Fokus stehen dabei unter anderem Themen wie transparente Karrierewege, verlässliche Beschäftigungsbedingungen, Diversität und Inklusion sowie eine Organisationsentwicklung, die Beteiligung und geteilte Verantwortung stärkt.
Quelle: PM Stifterverband