Frauen im Grafik-Design bis zum Bauhaus
UN/SEENDie Publikation "Frauen im Grafik-Design bis zum Bauhaus" des IFiF-Projekts UN/SEEN macht die innovativen Leistungen aktueller Frauen im Grafik-Design und aus der Zeit von 1865 bis 1919 sichtbar.
Warum sind so viele Grafik-Designerinnen unsichtbar? Wie hängt das Heute mit dem Gestern zusammen? Um Antworten auf diese Fragen zu finden, geht UN/SEEN zu den Anfängen des Grafik-Designs zurück und nimmt die Zeit bis zum Bauhaus in den Blick.
Wer die Geschichte des Designs neu schreiben will, muss dessen Anfänge berücksichtigen. Die Zeit vor dem Bauhaus, die Bedeutung des "Arts and Crafts"-Movement und vor allem die Leistungen von Frauen im Grafikdesign wurden in der Darstellung der deutschen Designgeschichte lange vernachlässigt. Das Projekt UN/SEEN stellt bislang unbekanntes Material zusammen und beleuchtet Leben und Werk von Designerinnen in den Bereichen Buchgestaltung, Plakatdesign, Typografie, Illustration und Verpackungsgestaltung.
Leistungen von Grafik-Designerinnen sichtbar machen
In zehn Kapiteln dokumentiert UN/SEEN aktuelle Forschungsergebnisse und zeigt anhand zahlreicher Beispiele, wie erfolgreich und selbstbewusst die erste Generation von Grafikdesignerinnen agierte und welche Diskurse jener Zeit die Disziplin bis heute prägen. Damit hinterfragt UN/SEEN traditionelle Narrative der Designgeschichte und trägt mit neuen Vorbildern zur Diskussion über Design, Gender und Klasse bei.
Die Publikation wird von der Projektplattform www.unseen-women.design begleitet und ist in einer englischen und einer deutschen Ausgabe erschienen. Gefördert vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR).