WomenInQuantumTech im Blog geschlechter*gerecht
WomenInQuantumTechDie Freie Universität Berlin stellt in ihrem Blog das IFiF-Projekt WomenInQuantumTech vor und beleuchtet in dem Beitrag "Warum Sichtbarkeit zählt" die Bedeutung von Frauen in den Quantentechnologien.
Michaela Volkmann vom Team geschlechter*gerecht der FU Berlin stellt in dem gleichnamigen Blog das Forschungsprojekt WomenInQuantumTech vor, das Mechanismen des Un/Sichtbarmachens und des Un/Sichtbarhaltens von Frauen in den betroffenen Disziplinen wie Physik, Informatik und Teile der Ingenieurwissenschaften untersucht. Der Blogbeitrag behandelt die Quantentechnologie als große Zukunftstechnologie und thematisiert, dass Frauen in vielen der Disziplinen, aus denen Quantentechnologien hervorgehen, nach wie vor deutlich unterrepräsentiert sind. Die Zahlen in verschiedenen Statistiken belegen dieses Phänomen seit Jahren.
Abgesehen von den reinen Zahlen, behandelt der Blogbeitrag "Warum Sichtbarkeit zählt" die Leistungen von Wissenschaftlerinnen, die seltener wahrgenommen, anerkannt oder ausgezeichnet werden: der sogenannte Mathilda-Effekt (Rossiter 1993). Außerdem geht es um Sichtbarkeit als ambivalente Erfahrung, denn Sichtbarkeit ist zum einen für den beruflichen Erfolg unverzichtbar und zum anderen kann es auch mit einer besonderen Form einhergehen: der Hypersichtbarkeit. Dieses Spannungsfeld bildet den Ausgangspunkt des Forschungsprojekts:
Ziel von WomenInQuantumTec ist es, besser zu verstehen, wie Prozesse der Sichtbarmachung und des Unsichtbarhaltens entstehen – und wie Wissenschaftlerinnen diese Prozesse erleben. Welche Strategien entwickeln sie, um in ihrem Feld sichtbar zu werden? Welche Formen der Sichtbarkeit bewerten sie als hilfreich, welche als möglicherweise problematisch? Und wie können Forschungs- und Arbeitskulturen so gestaltet werden, dass exzellente Wissenschaftlerinnen stärker anerkannt werden und häufiger in Entscheidungspositionen gelangen?