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Gender Practices in Academia and Scientific Visibility

Trotz der Wichtigkeit der Repräsentation marginalisierter Gruppen und ihrer Perspektiven bleiben ihre Sichtbarkeit und die Frage, wie Sichtbarkeit für individuelle oder kollektive Ziele umgesetzt werden kann, weitestgehend unklar. Programme zur Gleichstellung der Geschlechter und zur Förderung der Vielfalt setzen sich für die Sichtbarkeit von Frauen* ein, schaffen Vorbilder und sensibilisieren für die (fehlende) Vielfalt an Perspektiven in männlich dominierten Bereichen. Oft wird dabei jedoch vernachlässigt, welches Spannungsfeld Sichtbarkeit für marginalisierte Gruppen mit sich bringt und wie Frauen* mit den einhergehenden Chancen und Risiken umgehen können. Die Forschung hat aufgezeigt, dass Sichtbarkeit bzw. Unsichtbarkeit für Frauen* in männlich dominierten Bereichen paradox sein kann und verdeutlicht, wie Sichtbarkeit einerseits wünschenswert oder notwendig sein kann und andererseits zu unabsehbaren Folgen oder nachteiligen Effekten führen kann. Dennoch bleibt die Forschung vage, inwiefern individualisierte Kommunikations- und Sichtbarkeitsstrategien ein wirksames Werkzeug darstellen können und bei welchen Akteur*innen welche Verantwortung für die Sichtbarkeit von Wissenschaftlerinnen liegt. Im Rahmen des SeeHerTech-Projekts wurden Interviews mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftsjournalist*innen geführt und in Verbindung mit Fallstudien theoretische Ansätze zu verschiedenen Dimensionen und Rollen im Rahmen (wissenschaftlicher) Sichtbarkeit, sowie Spannungen und Widersprüche in Bezug auf die Sichtbarkeit von Wissenschaftlerinnen, abgeleitet. 

In diesem Vortrag stellen Dr. Regina Hagl und Daniel Danzl Ergebnisse aus ihrer Forschung im Wissenschaftskontext vor, u.a. aus dem SeeHerTech-Teilprojekt zu individualisierten Kommunikationsstrategien in der Wissenschaft. Dr. Regina Hagl ist wissenschaftliche Projektleitung des IFiF-Projekts SeeHerTech im Teilprojekt Wissenschaft an der TU München. Daniel Danzl ist im Projekt als wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in tätig. 

Der Vortrag ist Teil der Online-Vortragsreihe IFiF-Impulse, in der Wissenschaftler*innen aus unterschiedlichen Disziplinen die Sichtbarkeit innovativer Frauen beleuchten.