IFiF-Projekt im Fokus: INNOVATORIN
INNOVATORINFrauen treiben soziale Innovationen voran, doch ihre Leistungen bleiben oft unsichtbar. Das Projekt INNOVATORIN untersucht die Ursachen und zeigt Wege zu mehr Sichtbarkeit und Anerkennung auf.
Soziale Innovationen schaffen neue Wege, um gesellschaftliche Herausforderungen zu bewältigen. Frauen sind in diesen Feldern stark vertreten, ihre Ideen und Leistungen werden jedoch eher als Engagement oder Fürsorge verstanden als mit Innovation verbunden. Gleichzeitig stehen soziale Innovationen in Öffentlichkeit und Medien meist weniger im Fokus als technische Neuerungen.
Um herauszufinden, was die Sichtbarkeit sozialer Innovatorinnen fördert oder hemmt, hat das Projektteam vom IFiF-Projekt INNOVATORIN 40 Innovationsträgerinnen aus Sachsen-Anhalt und zehn Medienschaffende befragt. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass Sichtbarkeit auf unterschiedlichen Ebenen entsteht: Sie hängt von den persönlichen Zielen der Innovatorinnen ebenso ab wie von verfügbaren Ressourcen, regionalen Netzwerken, medialen Auswahlprozessen und gesellschaftlichen Entwicklungen.
Im Interview sprechen Julia Arnold und Judith Zadek über die Bedeutung sozialer Innovationen, die besondere Rolle regionaler Netzwerke und Medien sowie die Frage, wie Sichtbarkeit nachhaltig und strukturell verankert werden kann. Zudem stellen sie Formate vor, mit denen im Projekt soziale Innovatorinnen sichtbar gemacht werden und die Forschungsergebnisse über die Projektlaufzeit hinaus zugänglich und nutzbar bleiben.